"KuKuK" feiert Eröffnung - "Transit" im alten Zollhaus
(06.06.2010) Wer in diesen Tagen den Grenzübergang Köpfchen in Aachen (D) / Raeren (B) an der Eupener Straße passiert, wird staunen. Denn aus dem alten, eher trostlos wirkenden deutschen Zollhaus, ist ein bemerkenswerter Ort der Kreativität geworden, der dazu anregt, "Station an der Grenze" zu machen. Der deutsch-belgische Verein "Kunst und Kultur im Köpfchen", kurz KuKuK, hat hier seine Heimat gefunden, um an der ehemaligen Grenzstation einen authentischen Ort zur "grenzüberschreitenden Verbindung" zu etablieren und europäische Grenzgeschichte nachhaltig erfahrbar zu machen. Nachts macht das Zollhaus gar mit einer magischen Beleuchtung auf sich aufmerksam.
Bei strahlendem Sonnenschein begrüßten am Sonntag die Vereinsmitglieder zahlreiche Gäste und lokale Politiker. Der Oberbürgermeister Aachens richtete seine Glückwünsche besonders an die zahlreichen Ehrenamtlichen, die in mehr als 1250 Stunden in das Projekt investiert haben. Er erinnerte daran, dass er noch vor zwei Jahren vor einem echten Ruinenhaufen stand und lobte, die Akteure, die mit ihrem großen Einsatz ein zukunftsträchtiges, markantes Projekt von ganz eigenem Charme geschultert haben. In diesem Sinne wurde die weitere Unterstützung der Politik sowie der Stadt Aachen des mit erheblichen öffentlichem Nutzen bürgerschaftlich getragen und verantworteten Projektes betont. Auch die Geschätsführerin Alice Loo dankte den vielen fleißigen Helfern und der Stadt Aachen und hob hervor, dass ohne das NRW-Landesprogramm "Initiative ergreifen" dieses Projekt nie möglich gewesen wäre.
Erst vor wenigen Wochen wurden die Umbaumaßnahmen mit einer großen Terrasse abgeschlossen. Mit einer CaféBar und einem kleinen REGIOmarché dient das Gebäude Künstlern, Kulturschaffenden, Waldpädagogen und kreativen Netzwerkern als Ausstellungsraum, Veranstaltungsort, Büro und Treffpunkt. Somit ist ein lebendiger zeitgeschichtlicher Ort entstanden, der Kunst und Kultur, Geschichte, Lernort, Natur und touristisch-freizeitliche Anliegen über die Grenze hinweg miteinander verbindet. Dies macht das Projekt KuKuK zu einer europäischen Kreativstätte, die "Grenze erfahrbar" macht.
So fanden unter dem Leitmotiv "Transit – Kunst an der Grenze" gleich drei Ausstellungen statt, die den Begriff "Grenze" thematisieren. Im deutschen Zollhaus wurden die Ausstellungen "Übergang" Fotografien von Josef Schulz (D) und "Asphaltfresser" Fotografien von Christian Roosen (B) eröffnet und im belgischen Zollhaus die Ausstellung Jakob Kreutzfeldt (D). Desweiteren rundeten eine Tanzperformance von "Flores y Espiñas" (B) und ein Graffiti-Projekt (D / B / NL) mit der VHS Aachen das kulturelle Programm ab.



